Definition

"Fairer Handel ist...

... eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzent/innen und Arbeiter/innen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair Handels-Organisationen engagieren sich - gemeinsam mit Verbraucher/innen - für die Unterstützung der Produzent/innen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels." FINE-Grundlagenpapier zum Fairen Handel, 2001

Auf diese Definition haben sich 2001 die vier internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels (FLO, IFAT (jetzt: WFTO), NEWS!(2008 aufgelöst) und EFTA = FINE) geeinigt. Das FINE-Grundlagenpapier zum Fairen Handel beschreibt darüber hinaus auch die gemeinsamen strategischen Ziele und Grundsätze des Fairen Handels.

Darüber hinaus haben sich beide international agierenden Netzwerke Fairtrade International und World Fair Trade Organisation (WFTO) im Januar 2009 auf eine „Charta der Prinzipien des Fairen Handels“ verständigt. In dieser Charta werden die wesentlichen Prinzipien des Fairen Handels benannt und sie kann als „Sozialvertrag“ verstanden werden, den alle Beteiligten (Produzent/innen, Händler/innen, Konsument/innen) miteinander eingehen. Die Charta kann hier in englischer Originalversion oder in der deutschen Übersetzung heruntergeladen werden.