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Unsere Wirtschaft muss sozial und ökologisch zukunftsfähig werden!

Zum World Fair Trade Day fordern wir einen Fairen Aufbruch

Forderungen zur Bundestagswahl

Bild: AdobeStock_mast3r

Anlässlich des Internationalen Tages des Fairen Handels (zugleich Weltladentag) am 08. Mai rufen das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband die nächste Bundesregierung und Legislative zum Aufbruch in eine sozial und ökologisch zukunftsfähige Wirtschaft auf.

Aus Sicht des Forum Fairer Handel bedarf es dafür dreier Säulen:

  • einer Wirtschaft, die Menschen und Umwelt vor den Profit stellt
  • der Herstellung von Klimagerechtigkeit und Förderung bäuerlicher Landwirtschaft weltweit
  • einer internationalen (Handels)Politik, die ein menschenwürdiges Leben für alle ermöglicht.

Unter dem Motto "Die Welt braucht einen Tapetenwechsel" geben hunderte Weltläden an ihrem traditionellen Aktionstag am 8. Mai Impulse, wie die grundlegende Transformation unserer Wirtschaft gelingen und der Faire Handel als Kompass dafür dienen kann. 

Die Welt steht vor enormen Herausforderungen. "Wir beobachten tiefgreifende sozio-ökonomische und ökologische Krisen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden viele davon weiter verschärfen", erklärt Andrea Fütterer, Vorsitzende des Forum Fairer Handel. Die soziale Ungleichheit nimmt immer weiter zu, sowohl global als auch hierzulande, Umweltzerstörung und Klimawandel schreiten voran. "Es ist offensichtlich: Unsere Art zu leben und zu wirtschaften ist nicht zukunftsfähig. Die Welt braucht einen Tapetenwechsel, und zwar jetzt", konstatiert Anna Hirt, Kampagnenreferentin des Weltladen-Dachverbandes.

#FairerAubruch: Prinzipien des Fairen Handels als Blaupause

Ziel des geforderten fairen Aufbruches ist ein resilientes und zukunftsfähiges Wirtschafts- und Handelssystem, welches nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial und ökologisch nachhaltig ist. Die Prinzipien des Fairen Handels können dabei als Blaupause dienen. "Es muss Schluss sein mit dem Mantra der Alternativlosigkeit. Unsere Art des Wirtschaftens ist menschengemacht und kein Naturgesetz. Dass es anders geht, zeigt der Faire Handel. Die Politik kann Weichen für einen Umbau des Wirtschaftens stellen, sie muss nur wollen", betont Fütterer. Das Lieferkettengesetz ist ein erster Baustein auf diesem Weg. "Wir begrüßen die Einigung auf ein Lieferkettengesetz. Allerdings muss klar sein, dass Unternehmen Verantwortung entlang ihrer gesamten Lieferkette übernehmen müssen", fordert Hirt. Da der aktuelle Gesetzentwurf die unternehmerische Sorgfaltspflicht vollumfänglich nur für direkte Zulieferer vorsieht, müssen die Bundestagsabgeordneten den Entwurf zum Lieferkettengesetz dringend nachbessern.

#GönnDirWandel und #BuildBackFairer zum Weltladentag/World Fair Trade Day

Vor diesem Hintergrund laden die Weltläden am 08. Mai bundesweit unter dem Motto "Die Welt braucht einen Tapetenwechsel" dazu ein, selbst aktiv zu werden und den dringend benötigten Wandel mitzugestalten. Im Rahmen der Aktion #GönnDirWandel erhalten Bürger*innen Impulse, wie sie im eigenen Alltag zu mehr Solidarität, Nachhaltigkeit, Respekt, Gleichberechtigung, Transparenz und Dialog beitragen und wie sie sich politisch engagieren können. 

Auch auf europäischer und globaler Ebene ruft die Fair-Handels-Bewegung unter dem Dach der Kampagne #BuildBackFairer zum Fairen Neustart nach der Pandemie auf: "Fair-Handels-Unternehmen setzen Menschen und Umwelt an erste Stelle. Im Sinne der globalen Solidarität haben sie sich dazu verpflichtet, die Welt während und nach der Pandemie gerechter zu gestalten. Nur wenn sich Menschen auf der ganzen Welt dieser Anstrengung anschließen, können wir die Welt wirklich zu einem besseren Ort machen", erklärt Roopa Mehta, Präsidentin der World Fair Trade Organization.  

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