Produktverkostungen sind eine einfache und niedrigschwellige Möglichkeit, Menschen für den Fairen Handel zu begeistern. Die Anlässe dafür sind vielfältig: Ihr könnt neue Produkte vorstellen, zu einem Fairen Frühstück einladen, Kaffee, Tee oder Schokolade verkosten oder eine Weinprobe – vielleicht kombiniert mit passenden Schokoladen – organisieren. Auch als Ergänzung zu einer Informationsveranstaltung über ein bestimmtes Produkt oder Herkunftsland eignet sich eine Verkostung hervorragend.
Wie vielfältig Fairer Handel schmecken kann, zeigte das Faire Vielfaltstasting im Weltladen Mindelheim 2025: Verschiedene Produkte sollten am Geruch oder am Geschmack erkannt werden – z.B. Schokolade mit Fleur de Sel oder Kardamom. Die Auflösung fand sich unter den Probiertellern in Form der Produktverpackung. Dabei ergaben sich viele gute Gespräche über die Zutaten, ihre Herkunft und die Menschen hinter den Produkten. Ein schönes Beispiel dafür, wie einfach sich Genuss und Information miteinander verbinden lassen.
Für einen unkomplizierten Einstieg bieten sich zum Beispiel Nüsse, Trockenfrüchte, Schokolade, Kaffee, Tee oder Säfte an. Etwas aufwändiger, aber besonders einladend, sind kleine Gerichte mit fair gehandelten Zutaten – Inspiration findet ihr etwa in den Rezeptheften der Fairen Woche.
Wichtig ist eine ansprechende Präsentation: Stellt am besten die Originalverpackungen neben die Kostproben. So wissen die Gäste direkt, was sie probieren, können sich über die Zutaten informieren und erkennen das Produkt später im Regal wieder. Bei selbst zubereiteten Speisen könnt ihr zusätzlich das Rezept zum Mitnehmen auslegen. Wiederverwendbares Geschirr statt Einwegbechern und -tellern unterstreicht dabei die Wertigkeit der Produkte.
Und natürlich gilt bei allen Verkostungen: Sauberkeit und Lebensmittelhygiene haben oberste Priorität. Achtet auf sauberes Geschirr und Besteck und darauf, dass die Kostproben hygienisch entnommen werden können. Hilfreiche Hinweise gibt der Leitfaden zum sicheren Umgang mit Lebensmitteln bei Veranstaltungen.
Unser Tipp: Es muss nicht gleich die große Veranstaltung sein. Schon ein kleiner Probierteller oder eine Tasse fair gehandelter Kaffee kann neugierig machen, Gespräche anstoßen – und Lust auf mehr Fairen Handel wecken.