Macht Schokolade endlich fair!

Protestaktion zur Weltkakaokonferenz am 23. April in Berlin

Aktivist*innen demonstrieren am kommenden Montag anlässlich der 4. Weltkakaokonferenz in Berlin gegen Armut und Kinderarbeit. Mit der Aktion kritisieren die Kinderinitiative SchokoFair-Stoppt Kinderarbeit!, das INKOTA-netzwerk, das Forum Fairer Handel und STOP THE TRAFFIK die menschenunwürdigen Lebensbedingungen von Kakaobauernfamilien in Westafrika. Schließlich versprechen Schokoladenunternehmen seit Jahren mehr Nachhaltigkeit.

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Auch Sie sind herzlich eingeladen, uns bei der Protestaktion zu unterstützen und mit uns für einen gerechtere Bedingungen im Kakaoanbau zu demonstrieren! Wir starten am 23. April um 10.15 Uhr am Matthäikirchplatz, 10785 Berlin; Ziel ist das Maritim Hotel (Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin)

Armut und Kinderarbeit im Kakaoanbau weit verbreitet

Mehr als 5,5 Millionen Bäuer*innen leben weltweit vom Kakaoanbau. Viele von ihnen müssen mit weniger als 1,25 US-Dollar am Tag auskommen. Sie leben also unterhalb der international definierten Armutsgrenze. Das niedrige Einkommen der Kakaobauern und -bäuerinnen führt zu Verletzungen von Menschen- und Arbeitsrechten auf den Kakaofarmen. Die Kakaobauern und -bäuerinnen können ihren Arbeiter*innen keine ausreichenden Löhne bezahlen, oder ihnen keine angemessene Unterkunft und Gesundheitsversorgung bereitstellen. Die Kakaobauern und -bäuerinnen und ihre Arbeitskräfte sind außerdem gefährlicher Arbeit ohne Gesundheitsschutz ausgeliefert und leiden unter mangelhafter Ernährung. Armut ist auch die Hauptursache von Kinderarbeit im Kakaoanbau.

Gesetzliche Regelungen für Schokoladenhersteller dringend notwendig

Schokoladenunternehmen müssen für diese Menschenrechtsverletzungen Verantwortung übernehmen. Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel, dazu: "Zu fairer Schokolade gehört zwingend die Wahrung der Menschen- und Arbeitsrechte entlang der gesamten Kakao-Wertschöpfungskette. Für eine nachhaltige Verbesserung der Situation von Kakaobäuerinnen und –bauern sind gesetzliche Regelungen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht erforderlich."

Über die Weltkakaokonferenz

Die Weltkakaokonferenz 2018 findet vom 22. bis 25. April in Berlin statt. Rund 1.500 Teilnehmer*innen aus der Schokoladenindustrie, der Politik, der Zivilgesellschaft, des Handels und von Kakaobauernorganisationen tauschen sich dort über die neuesten Entwicklungen und Herausforderungen im Kakaosektor aus.

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