09.11.2017

Fairer Handel – ein Weg zur nachhaltigen Entwicklung

Konferenz der World Fair Trade Organization (WFTO) vom 9. bis 13. November in Neu-Delhi

Ob Kleinbäuer*innen, Fair-Handels-Importeure, Großhändler, Politiker*innen oder Vertreter*innen von NGO’s: Die WFTO-Konferenz in Neu-Delhi bringt sie alle zusammen. Die Konferenz, die alle zwei Jahre stattfindet, ist die größte Versammlung von Fair-Handels-Akteuren weltweit. Über 250 Teilnehmer*innen werden erwartet.

In diesem Jahr steht die Konferenz unter dem Motto "Fairer Handel – ein Weg zur nachhaltigen Entwicklung" ("Fair Trade, a path to sustainable development"): Wie kann der Faire Handel dazu beitragen, dass die UN-Entwicklungsziele Wirklichkeit werden? Diese Frage wird im Rahmen von Diskussionsrunden und Workshops diskutiert. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt ist der Faire Handel in Zeiten sich verändernder Märkte. Daneben soll eine neue "Grundsatzcharta für Fairen Handel" – eine überarbeitete Version des gemeinsamen Grundlagenpapiers zum Fairen Handel von WFTO und Fairtrade International –verabschiedet werden. Die neue Charta unterstreicht die Rolle des Fairen Handels in der Bekämpfung von Ungleichheit und in der Umsetzung der SDGs, der globalen Nachhaltigkeitsziele. Zeitgleich  veranstaltet IFOAM, der internationalen Dachverband für ökologischen Anbau, den Organic World Congress in Neu-Delhi. Dies spiegelt sich teils in den Workshops der WFTO-Konferenz wieder, von denen einige einen Schwerpunkt auf das Thema "Fairer Handel und Bio" setzen.

Die WFTO-Konferenz ist Teil der "World Fair Trade Week", die vom 08. bis 15. November in Neu-Delhi stattfindet.  Eine Fair Fashion Show, eine Messe mit indischen Fair-Handels-Unternehmen sowie ein Faires Koch-Event runden das Rahmenprogramm ab.

Über die WFTO

Die WFTO ist die internationale Dachorganisation von mehr als 370 Organisationen in über 70 Ländern, die sich zu 100 % dem Fairen Handel verschrieben haben. Dazu zählen Produzentengruppen und -netzwerke sowie Vermarktungsorganisationen aus dem Süden ebenso wie Fair-Handels-Importeure und Weltladen-Dachverbände aus dem Norden. Damit bilden die WFTO-Mitglieder außer dem Transportbereich die gesamte Lieferkette der Produkte ab – von den Produzent*innen bis zu den Konsument*innen.

Das Besondere am Ansatz der WFTO besteht darin, dass sie Unternehmen dahin gehend überprüft, ob sie in ihrer gesamten Geschäftstätigkeit die Prinzipien der WFTO erfüllen. Ist dies der Fall, dürfen die Unternehmen das WFTO-Zeichen nutzen – sowohl in der Unternehmenskommunikation, aber auch zur Kennzeichnung all ihrer Produkte.