Aktiv in der Schule

Schülerfirmen

Ob in der Pause oder in der Caféteria - Schokolade und der Pausenkakao können fair gehandelt sein! Dafür setzen sich Schülerfirmen ein. Sie sorgen dafür, den Fairen Handel bekannter zu machen und die Mitschüler/innen für dieses Thema zu sensibilisieren. Gleichzeitig ist die Mitarbeit in einer Schülerfirma eine Lerngelegenheit, die durch Verantwortungsübernahme und Selbstorganisation geprägt ist. Schüler/innen erwerben Kompetenzen durch die Verknüpfung der Handlungspraxis der Schülerfirma und der Aneignung von Fachwissen im Unterricht.
Eine Schülerfirma zum Fairen Handel kann viele unterschiedliche Formen annehmen. Einge Beispiele:

Schul-Weltladen

Ein Weltladen ist ein Fachgeschäft für Fairen Handel mit Verkauf, Infoarbeit und Beteiligung an Kampagnen. Auch Schülerinnen und Schüler können selbst einen Weltladen gründen und diesen in der Schule betreiben, mit Kundschaft, die sich aus Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern zusammensetzt. Dies ist entweder eine Filiale des ortsansässigen Weltladens oder ein eigenständiger Weltladen, wenn kein Weltladen in der Nähe ist.

Fair Trade Point an der Schule

Ein Fair Trade Point (kurz: FTP) ist ein mobiler Verkaufs- und Informationsstand für fair gehandelte Produkte. Der Fair Trade Point wurde extra für Schulen und Unis entwickelt und wird von Schüler/innen betreut. Ein Weltladen in der Nähe stellt den Schüler/innen den Fair Trade Point zur Verfügung. Die Schüler/innen erhalten fair gehandelte Produkte bei Weltläden auf Kommission. Nicht alle, aber viele, Weltläden bieten den Schüler/innen diese Zusammenarbeit an.

Verkaufstisch an der Schule

Viele Schüler/innen finden gerade den Verkauf reizvoll und konkret genug, um dabei weiteres Interesse am Thema der Welthandelsstrukturen und Entwicklungspolitik zu entdecken. Sie können z.B. bei Schulfesten oder Projektwochen einen Verkaufsstand aufbauen. Dafür ist zunächst nur Folgendes nötig: ein Vorschuss an Produkten und eine kurze Einführung in den Fairen Handel. Die Verkaufsware ist in vielen Weltläden auf Kommission oder bei den Importorganisationen (GEPA, dwp, El Puente, BanaFair) erhältlich. Später können sich weitere Aktivitäten, z.B. ein regelmäßiger Verkauf in den Pausen daraus entwickeln.

Caféteria / Bistro

Besonders in berufsbildenden Schulen mit hauswirtschaftlichem Zweig ist die Zusammenarbeit mit dem Schulbistro naheliegend. Die Schüler/innen übernehmen die Bewirtung bzw. Ausstattung mit fair gehandelten Produkten. Dazu gehört auch die Werbung, um die Akzeptanz dieser Produkte innerhalb der Schule zu fördern, sowie die Berechnung der Ware, Lagerhaltung u.a. Die Kooperation mit anderen Ausbildungszweigen der Schule (kaufmännisch, technisch) ist möglich.

Catering mit Fair-Handels- und Bio-Produkten

Ähnlich wie der Bistrobetrieb funktioniert das Catering, allerdings mit mehr Aufwand. Denn die Schüler/innen müssen die Vorbereitung, den Service und die Auslieferung organisieren. Sinnvoll ist die Ergänzung mit regionalen (Bio)-Produkten. Auch dieses Projekt ist gut geeignet für hauswirtschaftliche Berufsschulzweige. Empfehlenswert ist dafür ein mehrjähriger Betrieb, der gut etabliert wird und von mehreren Generationen von Schüler/innen auf Kund/innen-Interesse und Machbarkeit angepasst werden kann.

Vorlagen für Schülerfirmen

  • Arbeitszeugnis, Aufbauhilfe, Bankbuch, Businessplan, Gesamtbilanz, Gründungs-Checkliste, Kassenbuch, Merkblätter, Musterzeugnis, Umsatz und Gewinn als Vorlagen unter: www.nasch21.de
  • Beispiel für Regelwerke, Vereinstruktur, Aufnahmeformular: www.rs1-schuelerfirma.de

Zum Weiterlesen

Fair-Handels-Projekt

Eine Gruppe von Schüler/innen, z.B. eine AG oder ein Wahlpflichtkurs, der am Thema Welthandel interessiert ist, informieren über den Fairen Handel oder beteiligen sich an einer Kampagne. Die Informationsveranstaltungen können sehr vielfältig und "bunt" gestaltet werden. Möglich wäre eine Filmvorführung für eine gesamte Klassenstufe, Vortrags-Shows zu Aspekten des Fairen Handels, Eltern-Newsletter, eine Länder- oder Projektkartei für Schüler/innen, die Abschlussarbeiten oder Referate zum Thema halten wollen u.a. Bsp.: Fair Choc in Hamburg mit guten Vortragsangeboten zum Fairen Handel mit Kakao. www.fairchoc.de

Alternativ kann die Gruppe Aktionen im Rahmen der Fairen Woche organisieren oder eine bestehende Kampagne an der Schule vorstellen und um Unterstützung werben. Darüber kann in Schulzeitungen, am Schwarzen Brett oder bei Schulfesten informiert werden.

Kampagne Fairtrade Schools

Im Rahmen der Schulkampagne zeichnet TransFair Schulen zu „Fairtrade-Schools" aus. Es können sich alle in NRW existenten Schulformen bewerben, von der Grundschule bis zum Berufskolleg. Fünf Kriterien müssen erfüllt werden, damit eine Schule als Fairtrade-School ausgezeichnet werden kann. Mit der Auszeichnung werden die Schulen für ihr Engagement im Fairen Handel honoriert und können den Titel für zwei Jahre nach außen tragen. Nach zwei Jahren gibt es eine Überprüfung, ob die fünf Kriterien weiterhin erfüllt sind.

FAIR-o-mat

Der FAIR-o-mat mutet auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Snackautomat an, doch in ihm steckt viel mehr: nämlich ein zu 100 % fair gehandeltes Sortiment! So wird den Schüler/innen unmittelbar die Möglichkeit geboten, verantwortungsbewusst zu handeln! Zudem arbeitet der FAIR-o-mat vollkommen ohne Strom. Nähere Informationen und auch, wie erfolgreich der FAIR-o-mat bereits an einem Aachener Gymnasium war, können Sie hier einsehen.