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Pressebereich

Kaffee in der Krise: Wie die Marktgiganten auf Kosten der Bäuer*innen profitieren

Berlin/ Köln/ Wuppertal, 17.01.2019 – Der globale Kaffeemarkt ist zutiefst ungerecht. Während eine Handvoll Kaffeekonzerne von wachsenden Gewinnen profitieren, verbleibt immer weniger Wertschöpfung in den Anbauländern. Angesichts des Klimawandels stehen dem Kaffeesektor dramatische Entwick-lungen bevor.  Das belegt die aktuelle französische Studie "Kaffee – eine Erfolgsgeschichte verdeckt die Krise". Als Gegenmodell dazu zeigen die Fallbeispiele aus den Anbauländern Kolumbien, Peru und Äthiopien, dass der Faire Handel die Lebensbedingungen der Kaffeebäuer*innen verbessert. Zu Beginn der Internationalen Grünen Woche in Berlin (18.-27. Januar) legen das Forum Fairer Handel und TransFair die deutsche Fassung dieser Studie vor. Die wichtigsten Zahlen zum deutschen Kaffeemarkt verdeutlichen: Hierzulande geht es nicht fairer zu als bei unseren Nachbarn.

Unsere Pressemitteilung vom 17. Januar 2019 „Kaffee in der Krise: Wie die Marktgiganten auf Kosten der Bäuer*innen profitieren“ enthielt leider Fehler. Diese betreffen den Absatz „Kaffeemarkt in der Schieflage“. Die Angaben zur Entwicklung der Wertschöpfung bei Röstern und Händlern in Deutschland mussten korrigiert werden. Korrekt ist: Die Wertschöpfung bei Röstern und Händlern ist in Deutschland zwischen 1994 und 2017 um 139 Prozent, von 1,52 Milliarden Euro auf 3,63 Milliarden Euro pro Jahr gestiegen. Diese Werte sind nicht inflationsbereinigt, um eine bessere Vergleichbarkeit mit den französischen Marktzahlen zu gewährleisten. 

Die Korrektur beruht auf einer eingehenden Überprüfung durch das französische Forschungsinstitut Basic, welches die Daten zum deutschen Kaffeemarkt recherchiert und berechnet hat. Im Zuge dessen wählte Basic eine konservativere Berechnungsmethode für die Entwicklung der Mehrwertverteilung im Zeitraum zwischen 1994-1997 (s. Abbildung 1 auf S. 8). 

Die Kernaussage der Presseerklärung – die großen Kaffeekonzerne profitieren auf Kosten der Bäuer*innen – bleibt jedoch bestehen. Denn die Einnahmen in den Produktionsländern des Kaffees sind zwischen 1994 und 2017 um 10 Prozent gesunken, während sich die Wertschöpfung am Ende der Lieferkette mehr als verdoppelt hat. 

Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen. Die Pressemitteilung sowie die Studie wurden entsprechend korrigiert. Für Rückfragen steht wir Ihnen unter presse@forum-fairer-handel.de gerne zur Verfügung. 

Pressemitteilung Kaffee in der Krise: Wie die Marktgiganten auf Kosten der Bäuer*innen profitieren (korrigierte Version) Download

Studie "Kaffee – eine Erfolgsgeschichte verdeckt die Krise" (korrigierte Version) Download


Ansprechpartnerin

Foto Katrin Frank
Katrin Frank
Tel. 030 / 280 45 259