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Die Transformation fair gestalten – Aufbruch in eine sozial und ökologisch zukunftsfähige Wirtschaft

Foto: AdobeStock_mast3r
Forderungen zur Bundestagswahl 2021

Wir befinden uns in einem Zeitalter der multiplen Krisen. Dass es sich dabei um systemische Krisen handelt, führt uns die Covid-19-Pandemie in aller Deutlichkeit vor Augen. Überall dort, wo Bereiche dem lediglich nach Profit und Wachstum orientierten Markt unterworfen sind, treten in der Krise Mängel zutage, wie die Sorge um überlastete Gesundheits- und Sozialsysteme zeigt. Von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind Menschen, die nicht durch soziale Sicherheitssysteme geschütztund strukturellen Machtungleichgewichten schutzlos ausgeliefert sind, am härtesten betroffen.

Keine Rückkehr zur "Normalität" vor Corona

Wenn nun während der Pandemie viele die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität äußern, dann muss klar sein: Nur zur höchst problematischen „Normalität“ vor Corona zurückzukehren, wäre ein Rückschritt. Anstieg von Armut und Ungleichheit weltweit, Klimakatastrophe, Zurückdrängung des Staates, Deregulierung, Privatisierung, Extraktivismus, industrielle Landwirtschaft – die Liste der
systemischen Fehlentwicklungen ist lang und zeigt vor allem eines: Unsere Wirtschafts- und Lebensweise stößt an seine planetaren Grenzen und reproduziert immer größere Ungleichheit – national sowie global.

Ein fairer Neustart ist notwendig

Vor diesem Hintergrund brauchen wir in Deutschland, EU- und weltweit eine andere Politik, um Menschenrechte und Klima effektiv zu schützen und internationalen Handel gerechter zu gestalten.
Ein fairer Neustart ist notwendig. Ziel eines solchen Neustarts ist ein resilientes und zukunfts-
fähiges Wirtschafts- und Handelssystem, welches nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial und ökologisch nachhaltig ist. Dieses muss den Menschen und die Umwelt in den Mittelpunkt des Wirtschaftens stellen. Die Prinzipien des Fairen Handels können dabei zeigen, wie resilientes Wirtschaften funktionieren kann und können als Blaupause für einen Neustart dienen, der durch strukturelle Veränderungen die grundlegenden Herausforderungen adressiert, die die Covid-19-Krise verdeutlicht hat.

Unsere Forderungen an Bundestag und Bundesregierung für die Legislaturperiode 2021-2025

Eine Wirtschaft, die Mensch und Umwelt vor den Profit stellt

Arbeits- und Menschenrechte entlang globaler Lieferketten schützen

Wir fordern:

  • Existenzsichernde Einkommen als Menschenrecht weltweit fördern
  • Sorgfaltspflichten für Unternehmen weltweit verbindlich durchsetzen

Konzernmacht eindämmen

Wir fordern

  • Unlautere Handelspraktiken umfassend verbieten
  • Marktmacht effektiv begrenzen

Soziale und ökologische Kriterien zum Standard machen

Wir fordern:

  • Ökologische und soziale Kriterien bei Besteuerung und Konjunkturprogrammen einführen
  • Verbindliche Beschaffungspraxis und Außenwirtschaftsförderung nach ökologischen und sozialen Kriterien einführen

Klimagerechtigkeit und bäuerliche Landwirtschaft weltweit

 Keine Klimagerechtigkeit ohne Handelsgerechtigkeit

Wir fordern:

  • Klimagerechtigkeit herstellen und  kleinbäuerliche Strukturen fördern

Agrarökologie stärken

Wir fordern:

  • Agrarökologie durch politische Rahmenbedingungen und in der staatlichen Entwicklungszu-sammenarbeit stärken
  • Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU reformieren

Eine internationale (Handels-)Politik, die ein menschenwürdiges Leben für alle ermöglicht

 Schuldenerlass und die Agenda 2030 zum Leitbild machen

Wir fordern:

  • Weitreichende Entschuldung fördern
  • Die Agenda 2030 zum Leitbild deutscher Politik machen

Internationale Handelspolitik fair gestalten

Wir fordern:

  • Faire internationale Abkommen und Handelsverträge schaffen
  • Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken
Unsere Forderungen als Download

Eine ausführliche Erläuterung unserer Forderungen finden Sie in unserem Forderungspapier "Die Transformation fair gestalten – Aufbruch in eine sozial und ökologisch zukunftsfähige Wirtschaft"

Download (Langfassung)

Download (Kurzfassung)

#FairerAufbruch: Aktionsaufruf zur Bundestagswahl

Das Forum Fairer Handel, TransFair (Fairtrade Deutschland) und der Weltladen-Dachverband rufen die lokalen Fair-Handels-Akteur*innen in Deutschland auf, im Vorfeld der Wahl mit Kandidat*innen aus
dem eigenen Wahlkreis ins Gespräch zu kommen. Wie stehen Ihre Wahlkreiskandidat*innen zu einem #FairenAufbruch? Alle Informationen zu der Aktion finden Sie in unserem Aktionsaufruf:

Fairer Aufbruch mit der neuen Bundesregierung! Aktionsaufruf zur Bundestagswahl 2021 Download

Mehr Informationen und Materialien zur Aktion #FairerAufbruch

Gemeinsames Positionspapier "Forderungen des Fairen Handels zur Bundestagswahl 2021" Download (Hinweis: Ausführlichere Beschreibungen zu den Forderungen in dem Forderungspapier des Forum Fairer Handel "Die Transformation fair gestalten – Aufbruch in eine sozial und ökologisch zukunftsfähige Wirtschaft", s.o.)

Schilder zur Aktion "Fairer Aufbruch" Download

Ansprechpartnerin

Foto Maja Volland
Maja Volland
Tel. 030 - 280 45 349