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Weitere Mitmachmöglichkeiten im Fairen Handel

Weitere Mitmachangebote im Fairen Handel

Fairer Handel ist mehr als der Verkauf (oder Kauf) von Produkten. Fair und ökologisch zu konsumieren, also Ihre Macht als Verbraucher*in zu nutzen, ist jedoch ein guter erster Schritt, um den Welthandel ein Stück gerechter und auch nachhaltiger zu gestalten. Um das bestehende System grundlegend zu verändern braucht es jedoch ordnungspolitischen Gestaltungswillen, Überzeugungsarbeit und Druck auf die politischen Entscheidungsträger*innen. An dieser Stelle sind kritische Bürger*innen gefragt, die Lust haben, sich für einen auf Kooperation, Solidarität und Nachhaltigkeit basierenden Welthandel zu engagieren und andere dafür begeistern können. Als größte entwicklungspolitische Bewegung bietet der Faire Handel viele Möglichkeiten, in diesem Sinne aktiv zu werden. 

Politisches Engagement für einen gerechten Welthandel

Der Faire Handel ist eine global agierende soziale Bewegung, die seit über 50 Jahren besteht. Als solche lebt sie vom Mitmachen. Als politisch engagierte Menschen können wir in den verschiedensten Kontexten darauf aufmerksam machen, dass eine Alternative zur rein profitorientierten Weltwirtschaft nicht nur möglich ist, sondern längst vorgelebt wird. 

Das politische Engagement der Akteure des Fairen Handels ist vielfältig und richtet sich an unterschiedliche Adressat*innen: Weltläden und Weltgruppen tragen insbesondere im Rahmen der Kampagnen zum jährlichen Weltladentag/Internationalen Tag des Fairen Handels politische Themen an eine breite Öffentlichkeit sowie politische Entscheidungsträger*innen heran und sammeln Unterstützung für ihre Forderungen. Der Weltladentag findet jedes Jahr am zweiten Samstag im Mai statt. 

Der Faire Handel hat zu zahlreichen Politikfeldern etwas zu sagen und bringt sich in politische Debatten ein. Als politische Stimme des Fairen Handels lädt auch das Forum Fairer Handel immer wieder zu entsprechenden Mitmach-Aktionen ein. 

Aktiv im Weltladen

Seit ihrem Entstehen zu Beginn der 1970er Jahre sind Weltläden getragen von der Vision einer gerechten und nachhaltigen Welt. Weltläden eint die Erkenntnis, dass es dazu nicht nur steigende Umsätze mit fair gehandelten Produkten braucht. Daher sind die über 900 Weltläden in Deutschland mehr als reine Einkaufsorte. Die Weltladen-Bewegung lebt vom Engagement tausender Freiwilliger, die sich in ihrer Freizeit dem Thema "Fairer Handel" widmen. Neben dem Verkauf fair gehandelter Waren leisten die Weltläden und eine große Zahl von Aktionsgruppen Informations-, Bildungs- und Kampagnenarbeit für einen gerechten Welthandel. Fragen Sie im Weltladen Ihrer Nähe nach, wie Sie sich für den Fairen Handel einsetzen können! Auf der Website des Weltladen-Dachverband finden Sie alle Weltläden in Ihrer Nähe.

Video: Carrotmobs in Berlin und Wolfenbüttel

Vielfältiges Engagement für den Fairen Handel: Schüler*innen aus Wolfenbüttel und Berlin haben 2018 Carrotmobs in Weltläden veranstaltet und so Geld für Klimaschutzmaßnahmen gesammelt.

Engagement in der Schule

Schon einmal über eine Fair Trade-Schülerfirma nachgedacht? Oder darüber, einen Fair-o-mat im Schulgebäude aufzustellen? Hier sind einige Idee, wie Lehrer*innen und Schüler*innen den Fairen Handel ganz leicht in den Schulalltag integrieren können:

Schülerfirmen

Ob in der Pause oder in der Caféteria – Schokolade und der Pausenkakao können fair gehandelt sein! Dafür setzen sich Schülerfirmen ein. Sie sorgen dafür, den Fairen Handel bekannter zu machen und die Mitschüler*innen für dieses Thema zu sensibilisieren. Gleichzeitig ist die Mitarbeit in einer Schülerfirma eine Lerngelegenheit, die durch Verantwortungsübernahme und Selbstorganisation geprägt ist. Schüler*innen erwerben Kompetenzen durch die Verknüpfung der Handlungspraxis der Schülerfirma und der Aneignung von Fachwissen im Unterricht. Mehr Informationen erhalten Sie beim Fachnetzwerk für nachhaltige Schülerfirmen.

Kampagne Fairtrade Schools

Im Rahmen der Schulkampagne zeichnet TransFair Schulen als Fairtrade-Schools aus. Es können sich alle Schulformen bewerben, von der Grundschule bis zum Berufskolleg. Fünf Kriterien müssen erfüllt werden, damit eine Schule als Fairtrade-School ausgezeichnet werden kann. Mit der Auszeichnung werden die Schulen für ihr Engagement im Fairen Handel honoriert und können den Titel für zwei Jahre nach außen tragen. Nach zwei Jahren überprüft TransFair, ob die fünf Kriterien weiterhin erfüllt sind. Wer sein Engagement für den Fairen Handel in einer Hochschule fortsetzen möchte, kann dies im Rahmen der Kampagne Fairtrade-Universities tun. Denn auch Hochschulen sind wichtige Akteure und Impulsgeber für die soziale, ökologische, kulturelle und ökonomische Entwicklung. Fairtrade-Universities implementieren Fairen Handel mit all seinen Aspekten im Hochschulalltag.

Fair-o-mat

Der FAIR-o-mat mutet auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Snackautomat an, doch in ihm steckt viel mehr: nämlich ein zu 100 % fair gehandeltes Sortiment! So wird den Schüler*innen unmittelbar die Möglichkeit geboten, verantwortungsbewusst zu konsumieren! Zudem arbeitet der FAIR-o-mat vollkommen ohne Strom. 

Engagement in der Kommune

Das Beschaffungswesen ist nur eine Möglichkeit des kommunalen Engagements für den Fairen  Handel. Wir haben ein paar Ideen für Sie zusammengestellt:

Kampagne Fairtrade Towns

Kommunen in Deutschland können ihre Unterstützung für den Fairen Handel praktisch unter Beweis stellen, indem sie sich um den Titel Fairtrade-Town bewerben. Dafür muss eine Kommune nachweislich fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für den Fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln. 

Faire Beschaffung

Nicht nur als Stadt, Gemeinde oder Kirche haben Sie die Möglichkeit der Fairen Beschaffung, auch als Politiker*in sollten Sie Ihre Entscheidungsmacht nutzen und auf den Fairen Handel aufmerksam machen. Faire und öko-soziale Kriterien sollten selbstverständlich werden und bei der Vergabe öffentlicher Aufträge immer eine Rolle spielen. Arbeitsbekleidung ist dabei das beliebteste Beispiel. Doch auch mit vermeintlich kleinen Schritten, wie z. B. der Umstellung auf fair gehandelte Produkte bei öffentlichen Anlässen, können Sie bereits viel bewegen.

Mehr Informationen zum Thema Faire Beschaffung 

Fairer Städtekaffee

Sie wollen Ihrer Stadt ein Alleinstellungsmerkmal geben, das sich klar für den Fairen Handel positioniert? Ein fairer Städtekaffee ist dafür genau das richtige! Hierbei wird fair gehandelter Kaffee von einem regionalen Anbieter geröstet und in eigens gestalteten Verpackungen verkauft. Versuchen Sie, Mistreiter*innen für dieses Projekt zu gewinnen: Oft wird der Städtekaffee über die Weltläden verkauft, doch als Verkaufsort kommen viele weitere Geschäfte in Frage. Eine Landkarte mit sämtlichen Städtekaffees in Deutschland finden Sie bei der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global.

Weitere Tipps für Kommunen

Kommunen, die den Fairen Handel unterstützen möchten, finden weitere Informationen und Hilfestellungen bei der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt. Sie richtet darüber hinaus den Wettbewerb zur Hauptstadt des Fairen Handels aus, bei dem alle zwei Jahre besonders engagierte Kommunen ausgezeichnet werden.

Fairness beim Einkauf und am Arbeitsplatz

Wie wäre es mit fair gehandeltem Kaffee am Arbeitsplatz, in der Kantine oder in Ihrer Abteilung, ...? Es gibt viele Gelegenheiten, wo fair gehandelte Produkte verwendet werden könnten. Vielleicht bedarf es nur eines kleinen Hinweises von Ihnen?

Sie möchten fair einkaufen? Den nächsten Weltladen finden Sie auf der Website des Weltladen-Dachverband. Dort gibt es vor allem Produkte von Fair-Handels-Unternehmen, welche auch über deren Onlineshops, in Bioläden sowie vereinzelt in Supermärkten und Drogerien erhältlich sind. Naturland Fair-gesiegelte Produkte gibt es in Weltläden, Bioläden und Supermärkten. Fairtrade-gesiegelte Produkte erhalten Sie fast überall – auch in Discountern und in der Gastronomie. 

Materialien

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