Warum Permakultur die Ernährungssysteme revolutioniert (Teil 1)

Foto: Karola G/Pexels

Gastbeitrag von Stephanie Nicolaus

Der erste Teil dieses zweiteiligen Blogbeitrags führt in die Grundlagen der Permakultur ein: Was steckt hinter dem Begriff, warum gilt die Permakultur als vielversprechender Ansatz für zukunftsfähige Ernährungssysteme – und wie kann jede*r heute schon Teil der permakulturellen Bewegung werden?

Der zweite Teil wird sich den Herausforderungen in der praktischen Umsetzung widmen, zeigt inspirierende Beispiele – und beleuchtet, warum die Permakultur auch Raum für postkoloniale Selbstkritik braucht.

Über die Autorin

Stephanie Nicolaus hat Global Change Management an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde studiert und sich auf nachhaltige Ernährungssysteme spezialisiert. Derzeit erweitert sie ihr Wissen als angehende Permakultur-Designerin, um die Ursachen an der Wurzel zu packen und nachhaltige Lösungen ganzheitlich zu gestalten. Ihr Fokus liegt darauf, positive systemische Veränderungen in Ernährung und Umwelt voranzutreiben und Brücken zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft zu bauen.

Permakultur als ethische Haltung

Der Begriff Permakultur stammt aus den englischen Wörtern „permanent“ (dauerhaft, beständig) und „agriculture“ (Landwirtschaft, Ackerbau). Ursprünglich bedeutete er also „dauerhafte Landwirtschaft“. Schon bald wurde das Konzept jedoch erweitert: Statt nur auf Ackerbau zu zielen, versteht man unter Permakultur heute eine „permanent culture“ – eine dauerhafte, nachhaltige Kultur des Zusammenlebens von Menschen untereinander und mit der Natur. Permakultur ist ein ganzheitlicher Gestaltungsansatz innerhalb der Agrarökologie. Sie basiert auf systemischem Denken und dem tiefen Respekt vor den lokalen Gegebenheiten von Mensch und Natur. Im Gegensatz zu einzelnen agrarökologischen Praktiken wie Agroforstwirtschaft [i] oder Mulchtechniken [ii] bietet Permakultur keinen festen Maßnahmenkatalog, sondern einen umfassenden Methodenkasten, um Orte individuell und nachhaltig zu gestalten – für alle Klimazonen weltweit.

Ziel ist es, lebendige, resiliente Systeme zu entwickeln, in denen natürliche Kreisläufe gestärkt und Ressourcen wie Wasser, Licht und Nährstoffe möglichst lange im System gehalten werden. Dabei gilt: Nicht der Mensch steht im Mittelpunkt, sondern die Beziehung zwischen allen Beteiligten – Pflanzen, Tieren, Böden und Menschen. Durch ein sorgfältiges, standortangepasstes Design entsteht ein Netzwerk aus Beziehungen, das sich gegenseitig unterstützt. Auch die menschlichen Kulturen – also unsere Gewohnheiten, Rituale und Bedürfnisse – sind dabei Teil des Systems und werden in ihrer Vielfalt respektiert.

Permakultur ist mehr als Gartenbau: Sie ist eine Haltung, die auf drei ethischen Grundprinzipien aufbaut:

  • Fürsorge für die Erde
  • Fürsorge für die Menschen
  • Gerechtes Teilen – von Ressourcen, Ernte und Verantwortung

Diese Prinzipien sind eine bewusste Abkehr vom Ideal unbegrenzten Wachstums. Permakultur setzt auf Regeneration statt Ausbeutung, auf Kooperation statt Konkurrenz, auf Genügsamkeit statt Verschwendung. Der Mensch wird nicht als „Herrscher*in über die Natur“ verstanden, sondern als Teil eines größeren Ganzen – und kann auf Dauer nur dann gut leben, wenn auch die Umwelt gesund und vielfältig bleibt.

Geteilte Prinzipien: Permakultur und Fairer Handel gehen Hand in Hand 

Permakultur ist nicht nur eine landwirtschaftliche Praxis, sondern auch ein Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit, zu Frieden und zu einer Wirtschaft, die sich an den Bedürfnissen des Lebens orientiert – und nicht an reinem Profit.

In den zehn Prinzipien des Fairen Handels spiegeln sich viele Werte wider, die auch im Kern der Permakultur liegen. So erinnert der Einsatz für Umweltschutz und gegen die Klimakrise an die Fürsorge für die Erde. Die Prinzipien zu fairen Arbeitsbedingungen, Geschlechtergerechtigkeit und Bildungschancen stehen für Fürsorge für die Menschen. Und in den Forderungen nach fairen Handelspraktiken, gerechter Bezahlung und gemeinsamer Verantwortung wird der Gedanke des gerechten Teilens aufgegriffen.       

Beide Ansätze berühren sich also in ihrer ethischen Grundausrichtung – auch wenn sie aus unterschiedlichen Kontexten stammen und verschiedene Wege wählen, um soziale und ökologische Gerechtigkeit zu fördern.

Was kann Permakultur? 
Lösungen für eine Welt im Wandel

„Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen erstaunlich einfach“, so lautet ein mündlich überliefertes Zitat des Mitbegründers der Permakultur, Bill Mollison [iii]. Er war überzeugt, dass mit Gärtnern alle Probleme der Welt gelöst werden können. In den 1970er-Jahren entwickelte er Gestaltungsprinzipien, die globale Umwelt- und Gesellschaftsprobleme nicht mit immer mehr Technik, sondern mit Beobachtung, Vielfalt und Kooperation lösen wollten [iv]. Seine Ideen schöpften aus dem Wissen indigener Völker weltweit – einem tiefen Verständnis für natürliche Kreisläufe, das in der westlichen Agrarindustrie oft verloren gegangen ist. Seitdem haben sich viele der Krisen, auf die er mit Permakultur eine Antwort geben wollte, verschärft:

Die Klimakrise schreitet voran, Extremwetter werden häufiger, die Biodiversität nimmt ab. Ökosysteme verlieren ihre Widerstandskraft und Millionen Klein- und Großbäuer*innen stehen unter wirtschaftlichem und klimatischem Druck.

Systeme, die unter schwierigen Bedingungen resilient, gesund und produktiv sind, braucht die Menschheit mehr denn je. Und genau das kann Permakultur:

Böden regenerieren

Statt sie durch Monokultur, tiefes Pflügen und Kunstdünger langfristig zu erschöpfen, werden Böden in der Permakultur wie lebendige Organismen behandelt. Regenwürmer, Mikroben, Pilznetzwerke – sie alle sorgen für lockere, wasseraufnehmende Strukturen und einen gesunden Nährstoffkreislauf. Untersuchungen zeigen, dass regenerativ bewirtschaftete Böden deutlich mehr Bodenlebewesen, Humus und Nährstoffe enthalten [v] – und dadurch produktiver sind.

Biodiversität fördern

Permakultur schafft Strukturen, die Lebensräume für viele Arten eröffnen – über und unter der Erde [vi]:

Erreicht wird das zum Beispiel durch Misch- und Polykulturen und die Arbeit mit Zonen und Höhenebenen. Denn die unterschiedlichen Pflanzenarten ziehen verschiedene Insekten und Tiere an, ergänzen sich gegenseitig im Nährstoffbedarf und schützen sich vor Krankheiten. Blüh- und Wildstreifen bieten Nahrung und Rückzugsorte für Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge und Käfer. Hecken, Teiche und Steinstrukturen schaffen Mikrohabitate für Vögel, Amphibien und Reptilien. Unterirdisch wird die Vielfalt mittels Bodenaufbau und Mulch gefördert – Regenwürmer, Mikroben, Pilznetzwerke und viele mehr.

So entstehen artenreiche Ökosysteme, in denen Bestäubung, natürliche Schädlingskontrolle und Humusaufbau Hand in Hand gehen. Biodiversität ist damit nicht nur ein schöner Nebeneffekt – sie ist die Grundlage für produktive Kreisläufe.

Resilienz durch Vielfalt sichern

Vielfalt bedeutet Sicherheit. Unterschiedliche Arten und Sorten, mehrjährige Kulturen, gestaffelte Ernten und integrierte Tierhaltung sorgen dafür, dass ein System auf Störungen reagieren kann. Fällt eine Kulturpflanze aus, übernehmen andere Elemente. So mindert Diversität das Risiko von Totalausfällen in Jahren mit Extremwetter oder Krankheitswellen erheblich. 

Permakultur denkt nicht in einzelnen Komponenten, sondern in Funktionen und Beziehungen. Jede Funktion wird von mehreren Elementen getragen. Die Wasserspeicherung zum Beispiel durch Bäume, Mulch, Teiche und die Förderung von Bodenlebewesen. Gleichzeitig erfüllt jedes Element mehrere Funktionen –  Hühner fressen Schädlinge, düngen den Boden, liefern Eier, lockern Erde. So entsteht ein Netzwerk an Wechselwirkungen. Diese Vielfalt ermöglicht Selbstregulation des Systems, senkt den Krankheits- und Schädlingsdruck und unterstützt natürliche Kreisläufe.

Wasser effizient nutzen

Durch Geländeanpassung, Mulch, Bodenaufbau und Speichersysteme kann Wasser dort gehalten werden, wo es gebraucht wird – statt abzufließen, Boden wegzuschwemmen oder zu verdunsten. Gesunde, humusreiche Böden und Geländestrukturierung können wie ein Schwamm wirken – und machen den Unterschied, ob Starkregen zur Flut wird oder zur Vorratsquelle [vii].

Untersuchungen zeigen: Biologisch bewirtschaftete Böden können bei Dürre bis zu 30 % höhere Erträge bringen, weil sie mehr Wasser speichern und Pflanzen tiefer wurzeln können [viii]. So greifen sie auch auf tiefliegende Nährstoffe und Wasserreserven zu – und unterstützen die Regeneration des Grundwassers. Bei regenerativer Landwirtschaft, wie z.B. der Permakultur geht wahrscheinlich mehr: Denn durch mehr funktionale Vielfalt entstehen Systeme, die widerstandsfähiger sind als die Mindeststandards des EU-Biosiegels vorgeben [ix].

Ernährungssouveränität stärken

Permakultur ist besonders für kleinbäuerliche Strukturen geeignet – weltweit produzieren Kleinbäuer*innen 30 - 34 % unserer Nahrung auf 24 % der landwirtschaftlichen Fläche [x]. Sie ermöglicht eine regionale, unabhängige Versorgung, die nicht auf teure Betriebsmittel angewiesen ist. So wird Selbstbestimmung gefördert – besonders im Globalen Süden. 

Klima schützen

Regenerative Landwirtschaft – und damit auch Permakultur – trägt aktiv zur Kohlenstoffbindung bei: durch Humusaufbau, Bäume, Dauerpflanzen und bodenschonende Bewirtschaftung. Gesunde Böden sind langfristige CO2-Speicher [xi] und können den Klimawandel bremsen.

Auch Tierhaltung kann Teil dieses Systems sein – wenn sie verantwortungsvoll integriert ist. Geplante Beweidung, die dem Weideland ausreichend Zeit zur Regeneration gibt, fördert das Gras- und Wurzelwachstum, den Humusaufbau und damit die CO2-Aufnahme im Boden [xii]. Es kommt nicht darauf an, ob Tiere gehalten werden, sondern wie: im Kreislauf, im Maß und in Beziehung zum Ökosystem.

Nährstoffreiche Lebensmittel erzeugen

Lebensmittel aus regenerativ bewirtschafteten Systemen enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralien [xiii] – weil sie auf gesunden und nährstoffreichen Böden stehen, die in natürliche Kreisläufen eingebettet sind.

Permakultur will nicht nur das Beste aus der Natur herausholen, sondern ihr auch etwas zurückgeben. Durch den Aufbau fruchtbarer Böden, der Förderung von Artenvielfalt und das Arbeiten mit statt gegen natürliche Prozesse entstehen Orte, die Produktion mit Regeneration verbinden.

Gerade in einer Zeit, in der Ernährungssicherheit bedroht ist, zeigt Permakultur: Vielfalt ist der Schlüssel zu Resilienz. Und komplexe biodiverse Ökosysteme sind kein Luxus, sondern unsere Lebensgrundlage.

Verbindung schaffen – mit Natur, Menschen und Gemeinschaft

In einer Welt, in der viele Menschen sich von der Natur, von gesunden Lebensmitteln und auch von anderen Menschen entfremdet fühlen, schafft Permakultur Brücken: zwischen Mensch und Umwelt, zwischen Stadt und Land, zwischen Individuum und Gemeinschaft.

Kooperation statt Konkurrenz

Permakultur stellt das gängige Bild vom Menschen als „Herrscher*in“ über die Natur infrage. Stattdessen betont sie: Wir sind Teil der Natur – nicht außerhalb von ihr. Dieses Prinzip zieht sich durch alle Ebenen: Im Garten wird nicht „bekämpft“, sondern beobachtet, verstanden und begleitet. Statt Konkurrenz setzt Permakultur auf Kooperation – unter Pflanzen, Tieren, Mikroorganismen und Menschen.

Diese Haltung überträgt sich auch auf die Gesellschaft: Menschen, die in Permakulturprojekten arbeiten, erleben oft eine neue Sinnhaftigkeit – durch gemeinsame Ziele, Teilhabe, gegenseitige Unterstützung und das Erleben echter Wirkung. Permakultur lädt dazu ein, Verantwortung zu übernehmen – nicht aus Pflicht, sondern aus Verbundenheit.

Urbane Oasen und gelebte Gemeinschaft

Besonders in Städten entstehen durch Permakultur kleine Oasen des Miteinanders: Gemeinschaftsgärten, essbare Städte, urbane Agroforstsysteme. Hier erleben Menschen direkt, wie Nahrung wächst, wie wichtig Bodenleben ist – und wie erfüllend es sein kann, zusammen zu säen, zu pflegen und zu ernten.

Solche Orte bringen Menschen verschiedenster Hintergründe zusammen – unabhängig von Herkunft, Alter, Bildungsstand oder Einkommen. Sie fördern nicht nur ökologisches Wissen, sondern auch soziale Resilienz: Nachbarschaft, Vertrauen, geteilte Verantwortung.

Was kannst du tun? – Vom Fensterbrett zur Bewegung

Du brauchst kein Land, keine Ausbildung und kein großes Budget, um Teil des Wandels zu sein. Permakultur beginnt oft dort, wo du gerade bist. Was zählt, ist der Gedanke dahinter – und die Bereitschaft, Verantwortung für einen kleinen Teil der Erde zu übernehmen.

Ob Kräuter auf der Fensterbank, Tomaten auf dem Balkon oder ein Gemeinschaftsbeet vor der Haustür: Jede Pflanze in lebendigem Boden, jeder Komposthaufen und jede Blüte für Bestäuber ist ein Beitrag zur Regeneration. Permakultur heißt auch: die eigene Handlungsfähigkeit (wieder)entdecken – und gemeinsam wachsen.

Selbstversorgung aus Freude, nicht Pflicht

In einer Welt voller Krisen ist es heilsam mit den Händen zu arbeiten, Lebensmittel selbst zu ziehen oder sich in solidarischen Gärten zu engagieren. Partielle Selbstversorgung kann befreiend wirken – nicht als Rückzug, sondern als Verbindung zu Natur, Nachbarschaft und Sinn.

Schon kleine Handlungen haben Wirkung: Wer auf chemiefreie Erde achtet, samenfeste Sorten verwendet oder lokal Saatgut tauscht, wird Teil einer wachsenden Bewegung für gesunde Böden, essbare Städte und gemeinschaftlich genutzte Flächen.

Potenzial gibt es genug

Allein in Deutschland könnten laut Studien mehrere hunderttausend Hektar innerstädtischer Grünflächen, Dächer und Brachen für gemeinschaftliche, ökologische Produktion nutzbar gemacht werden – vom Kita-Garten bis zum Hochbeet am Straßenrand. Allein im Berliner Stadtgebiet soll Schätzungen zu Folge 4.000 Hektar Grünfläche für den Gemüseanbau geeignet sein – das entspricht 5 % der Stadtfläche. Auf dieser Fläche könnten bis zu 82 % des Gemüsebedarfs der Stadt gedeckt werden.

In vielen Städten und Gemeinden entstehen Urban-Gardening-Projekte, Nachbarschaftsgärten und essbare Stadtlandschaften. Hier wird geteilt, gelernt und geerntet – oft generationenübergreifend. Vereine wie UFER Projekte e. V. in Dresden sind Wegbereiter für neue, selbstorganisierte Garteninitiativen und mit der Alten Gärtnerei sogar für Formen urbaner Landwirtschaft. Dort treffen gemeinschaftliches Gärtnern und professionelle Landwirtschaft aufeinander – und befruchten sich gegenseitig. Diese und viele andere Initiativen zeigen: Die Idee wächst – und mit ihr die Zahl der Gemeinschaftsgärten. Und sie brauchen Menschen wie dich!

5 Ideen, wie du heute anfangen kannst, Permakultur in deinen Alltag zu bringen

1. Beobachte und lerne von der Natur
Permakultur beginnt mit Aufmerksamkeit: Was wächst wann? Wie fließt Wasser? Welche Insekten tauchen auf? Schon ein Spaziergang kann ein Lernerlebnis sein.

2. Kauf samenfest und ökologisch ein
Bevor du im Baumarkt zugreifst: Unterstütze Betriebe, die ökologisches, samenfestes (also nachbaufähiges) Saatgut erhalten – z.B. bei Dreschflegel oder Bingenheimer Saatgut.

3. Pflanz dir was auf die Fensterbank
Ein Topf mit Kräutern, essbaren Blüten oder Wildbienenfutter ist mehr als Deko – er ist ein kleiner Beitrag zur Vielfalt.

4. Kompostiere deine Küchenabfälle
Ob Wurmkompost auf dem Balkon oder Bokashi [xiv] in der Küche – du kannst fruchtbare Erde schaffen, selbst ohne Garten.

5. Vernetze dich mit anderen
Schau dich in deiner Umgebung um – oft gibt es bereits Gruppen, Initiativen oder Flächen, die nur auf Mitgärtner*innen warten.

 

Übrigens: Mehr Infos zum Thema Biodiversität und andere agrarökologische Methoden gibt's in der Hintergrundbroschüre „Biologische Vielfalt und Fairer Handel“. 

In Teil 2 dieser Reihe geht es um politische Rahmenbedingungen, Herausforderungen in der Umsetzung und inspirierende Praxisbeispiele. 

Publikationen zum Thema
Forum Fairer Handel (2025):

Biologische Vielfalt und Fairer Handel

Forum Fairer Handel (2025):

Kompass Fairer Handel: "Biologische Vielfalt und Fairer Handel"

Anmerkungen

[i] Agroforstwirtschaft ist eine landwirtschaftliche Praxis, die mehrjährige Baumsysteme mit Ackerbau und/oder Tierhaltung kombiniert. Die Vorteile der Baumsysteme liegen z. B. in der Bereitstellung von Lebensraum und der Verringerung des Nährstoffaustrages sowie der Bodenerosion.

[ii] Unter Mulchen versteht man das Bedecken des Bodens mit nicht verrottetem organischem Material (z. B. mit Stroh, Blättern oder Baumrinde). Mulchen trägt zur Bodenfruchtbarkeit bei und unterstützt den Boden bei der Wasser- und Temperaturregulierung.

[iii] Aus dem Englischen mündlich überliefert: “Though the problems of the world are increasingly complex, the solutions remain embarrassingly simple.” Dieses Zitat wird Bill Mollison zugeschrieben, obwohl es keinen eindeutigen Beleg gibt. Vermutlich handelt es sich eher um eine Zusammenfassung seiner grundlegenden Philosophie.

[iv] Bill Mollison (2002): A Designer’s Manual (Zweite Edition).

[v] Rodale Institute (ohne Jahresangabe): Farming System Trial – 40 Year Reporthttps://rodaleinstitute.org/ 

[vi] WWF (2016): Das Regenwurm-Manifest – Für lebendige Böden und einen funktionierenden Wasserhaushalthttps://www.wwf.de/ 

[vii] Christine Fischer (2014): How do earthworms, soil texture and plant composition affect infiltration along an experimental plant diversity gradient in grassland?, DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0098987

[viii] Siehe Fußnote (v). 

[ix] Annahme der Autorin: Studien zeigen, dass die Wasseraufnahme- und -speicherfähigkeit der Böden maßgeblich mit der Quantität des Bodenlebens, insbesondere mit der Anzahl der Regenwürmer, zusammenhängt. Andere Untersuchungen zeigen wiederum, dass je naturnaher und regenerativer Äcker und Gärten bewirtschaftet werden, desto mehr Regenwürmer im Boden leben. Siehe Quellen in den Fußnoten (iv) und (vi).

[x] Vincent Riccardi et al. (2018): How much of the world's food do smallholders produce?, DOI: https://doi.org/10.1016/j.gfs.2018.05.002

[xi]WBGU – Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (2020): Landwende im Anthropozän: Von der Konkurrenz zur Integration. https://www.wbgu.de/de/

[xii] Aaron T. Simmons et al. (2026): Managed grazing incrementally increased soil organic carbon amid larger temporal trends in a temperate pasture system, DOI: https://doi.org/10.1016/j.agee.2025.110010 

[xiii] David R. Montgomery (2022): Soil health and nutrient density: preliminary comparison of regenerative and conventional farming, DOI: https://doi.org/10.7717/peerj.12848 

[xiv] Bokashi ist eine japanische Kompostierungsmethode. Gut zerkleinerte (Küchen-) Abfälle können unter Einstatz effektiver Mikroorganismen (in der Regel Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien) innerhalb von zwei Wochen zu wertvollem Dünger für Pflanzen werden. Dafür empfiehlt sich ein luftdichter(Bokashi-) Eimer mit Flüssigkeitsventil.

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