Verlust von biologischer Vielfalt
Zuerst das Wichtigste: Es steht nicht gut um die biologische Vielfalt. Unsere Existenzgrundlage, also die Vielfalt der Gene, Arten und Lebensräume, ist in Gefahr. Über die Haupttreiber für den Biodiversitätsverlust herrscht Einigkeit: Nutzungsänderungen von Land, Süßwasser und Meer, Ausbeutung natürlicher Ressourcen, Klimawandel, Umweltverschmutzung und Ausbreitung invasiver Arten. Auffällig dabei ist, dass die ersten vier Treiber durch das Streben nach Marktbeherrschung und Profitmaximierung entscheidend von Mächtigen bestimmt werden. Beispiel Landwirtschaft: Immer mehr Böden werden durch Bebauung versiegelt, Monokulturen der industriellen Landwirtschaft stellen Effizienz und Profit über Vielfalt und Nachhaltigkeit. Das hat zur Folge, dass bäuerliche Landwirtschaft und Anbaumethoden, die biologische Vielfalt fördern, weltweit stark unter Druck stehen. Beispiel Bergbau: Der weltweite Hunger nach mineralischen Ressourcen zerstört unseren Planeten. Durch verantwortungslose Abbaupraktiken in industriellen Tagebauen werden Wälder
gerodet, Flüsse vergiftet, Menschen ausgebeutet und großflächig Ökosysteme zerstört.
Die Liste ließe sich verlängern, das Grundmuster bleibt: Um Macht und Einfluss zu erlangen, gibt es einige wenige, die eine strukturelle Macht aufbauen, großen Reichtum anhäufen, die Ungleichheit weltweit erhöhen und damit die biologische Vielfalt gefährden.