Frauen spielen in Agrar- und Ernährungssystemen eine entscheidende Rolle. Sie übernehmen weltweit nicht nur fast die Hälfte der Arbeit in der Landwirtschaft, sondern oft auch den Großteil unsichtbarer Sorgearbeit.
2026 ist “Internationales Jahr der Frauen in der Landwirtschaft”
Die Vereinten Nationen haben 2026 zum “Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft” erklärt, um ein Bewusstsein für die Arbeit von Frauen entlang der Wertschöpfungskette zu schaffen. Es soll darauf aufmerksam machen, mit welchen strukturellen Hürden Frauen konfrontiert werden und welche Bedeutung sie für Ernährungssicherung, ländliche Entwicklung und den Erhalt natürlicher Ressourcen haben. Dabei wird auch ein politisches Signal gesendet: Für die Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme braucht es Geschlechtergerechtigkeit.
Denn Betriebsleiterinnen setzen häufig auf nachhaltigere Bewirtschaftung, z. B. durch geringeren Einsatz von chemisch-synthetischen Düngern. Sie erschließen neue Einnahmequellen etwa durch touristische Angebote und tragen damit zur ökologischen und ökonomischen Vielfalt ihrer Betriebe bei und stärken deren Resilienz. In vielen Kulturen sind es außerdem Frauen, die traditionelle Sorten erhalten und damit die genetische Vielfalt sichern.