11.07.2014

Weiteres Mitglied von PFTC auf den Philippinen erschossen

Gezielter Anschlag auf langjähriges soziales Engagement

Dionisio Garete

Ein weiteres Mitglied der Fair-Handels-Organisation Panay Fair Trade Center (PFTC) auf den Philippinen, Dionisio Garete, wurde erschossen. Dionisio ist das zweite Mitglied von PFTC, das in diesem Jahr ermordet wurde. Bereits im März fand eine gezielte Hinrichtung des Vorstandsvorsitzenden des PFTC, Romeo Capalla, statt. Auch sein Mord war nicht der erste. Schon seit Jahren gibt es auf den Philippinen immer wieder extralegale Hinrichtungen von Menschenrechtsvertreter/innen und politischen Aktivist/innen, die mutmaßlich vom Militär und der philippinischen Regierung veranlasst und durchgeführt werden. Die Ermordung von Dionisio Garete und Romeo Capalla ist kein Zufall, sondern trauriger Höhepunkt einer langjährigen Kette aus Einschüchterungsversuchen, Drohungen, Sabotageakten und Menschenrechtsverletzungen gegenüber führenden Repräsentanten des PFTC.

PFTC  ist eine Verarbeitungs- und Vermarktungsorganisation des Fairen Handels auf der philippinischen Insel Panay. Mit gezielter Basisarbeit gelingt es der Organisation mehreren hundert Familien ein regelmäßiges und faires Einkommen und dadurch ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. PFTC hat nach dem Taifun Haiyan einen beispiellosen Beitrag zur Katastrophenhilfe und zum Wiederaufbau geleistet. So sind die Morde – allein zwölf in diesem Jahr auf den Philippinen – als gezielte Anschläge auf ein langjähriges soziales Engagement von politisch aktiven NGOs zu verstehen. Die Täter und die Verantwortlichen wurden für diese Gräueltaten bisher nicht zur Rechenschaft gezogen.

Wir vom Forum Fairer Handel sprechen unsere Trauer und Fassungslosigkeit aus. Wir sind erschüttert, dass solche Repressalien und gezielten Morde seitens des Militärs und der philippinischen Regierung politisch aktiven Organisationen und Menschen gegenüber auf den Philippinen zum Alltag gehören. Wir verurteilen den Mord an Dionisio Garete aufs Schärfste! Im Namen der Fair-Handels-Bewegung fordern wir eine schnellstmögliche und lückenlose Aufklärung der Verbrechen.

Schließen Sie sich unseren Forderungen an. Schreiben Sie einen Brief oder eine E-Mail an die Philippinische Botschaft in Berlin und/oder an den Philippinen Präsidenten Aquino! Mit Ihrem Appell signalisieren Sie, dass die Mordfälle international nicht unbemerkt bleiben, sondern im Gegenteil auf Empörung und Solidarität stoßen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Protestaktion und Vorlagen für die Anschreiben.  

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