Menschen- und Arbeitsrechte weltweit verbindlich schützen!

Weltläden übergeben Unterschriften an Bundestagsabgeordnete

Foto: Weltladen-Dachverband/Christoph Albuschkat

Am 25. September feierten die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDG’s) ihren dritten Jahrestag. Im Rahmen dieser Ziele hat sich Deutschland dazu verpflichtet, für sozial- und umweltverträgliche Produktionsweisen weltweit zu sorgen. Faire Arbeitsbedingungen für alle können aber nur erreicht werden, wenn Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet werden, Menschenrechte entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten. Deshalb appelliert das Forum Fairer Handel im Rahmen der Kampagne "Mensch. Macht. Handel. Fair." gemeinsam mit dem Weltladen-Dachverband und über 450 Weltläden in Deutschland an die Abgeordneten im deutschen Bundestag, den Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten auf ihre politische Agenda zu setzen.

Unterschriftenaktion in den Weltläden

Am Weltladentag am 12. Mai ging es los: Weltläden in ganz Deutschland sammelten Unterschriften, um die Ausbeutung von Mensch und Umwelt durch Unternehmen zu stoppen. Der Appell an die Abgeordneten: Setzen Sie sich als Mitglied des deutschen Bundestags für eine gesetzliche Unternehmensverantwortung ein!

In einigen Städten haben besonders viele Menschen unterschrieben: So haben die Weltläden in Münster und Korbach jeweils über 1000 Unterschriften gesammelt. Anlässlich des Welttages der menschenwürdigen Arbeit am  7. Oktober sollen diese an die lokalen Abgeordneten aus ihrem Wahlkreis übergeben werden. Über das Sammeln von Unterschriften hinaus hatten mehr als 20 Weltläden Kontakt mit Bundestagsabgeordneten, darunter auch in persönlichen Gesprächen.

Hintergrund zur Kampagne

Bei der Herstellung unserer Alltagsprodukte werden häufig Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört. Auch deutsche Unternehmen sind immer wieder an Menschenrechtsverletzungen im Ausland beteiligt oder profitieren davon.

Faire Arbeitsbedingungen für alle können nur erreicht werden, wenn Unternehmen gesetzlich verpflichtet werden, Menschenrechte entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten.
So eine Verbindlichkeit zu schaffen, ist Aufgabe unserer Politik.
Deshalb fordenr wir im Rahmen der Kampagne "Mensch. Macht. Handel. Fair." von der deutschen Bundesregierung:

  • eine verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für deutsche Unternehmen entlang ihrer Lieferkette per Gesetz festzuschreiben;
  • sich aktiv für ein international verbindliches Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechte ("UN Treaty") einzusetzen;
  • die Überprüfung des Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) gründlich und nachvollziehbar zu gestalten.

Mehr Informationen zum Hintergrund und zu den Forderungen der Kampagne