Die Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair.“

Unsere Alltagsprodukte – seien es Südfrüchte, Textilien oder elektronische Geräte – haben meistens einen langen und verzweigten Herstellungsweg hinter sich. Immer wieder werden schwere Verletzungen von Menschen- und Arbeitsrechten entlang globaler Lieferketten bekannt. Auch deutsche Unternehmen sind direkt oder indirekt daran beteiligt oder profitieren davon. Bislang gibt es keine verbindlichen menschenrechtlichen Verpflichtungen für Unternehmen und es ist kaum möglich, sie bei Menschenrechtsverstößen oder Umweltschäden zur Rechenschaft zu ziehen. Die deutsche Gesetzgebung muss bestehende Grauzonen unbedingt beseitigen, um Mensch und Umwelt besser zu schützen. Dies fordert das Forum Fairer Handel gemeinsam mit dem Weltladen-Dachverband in der Kampagne "Mensch. Macht. Handel. Fair.".

Denn der Faire Handel zeigt seit mehr als 40 Jahren, dass partnerschaftliche und transparente Handelsbeziehungen möglich sind. 2016 könnte die Bundesregierung – mit der Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in Deutschland – einen verbindlichen menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Rahmen festlegen. Das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband setzen sich daher für eine gesetzliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für Unternehmen ein.

Rund 38.000 Menschen haben sich 2015 an unserer  Unterschriftenaktion an die Bundesregierung beteiligt. Am 30. November 2015 wurden diese gesammelt an Stephan Steinlein, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, übergeben. Zudem wurden bis Ende Juni 2016 rund 20.000 Briefe mit unseren Forderungen an Bundeskanzlerin Merkel geschickt.

Anprechpartner

Foto von Armin Massing
Armin Massing
Tel. 030 / 280 45 349